Einleitung
Die Schwester Hatune Stiftung kümmert sich um die Kriegsflüchtlinge aus dem Irak und startet ihre Bemühungen in Syrien. Dort liegt ihr Hauptaugenmerk, da sich dort die größte Anzahl an Irak-Flüchtlingen nach ihrer Flucht in die Nachbarländer des Irak befindet. Hier sind die Anzahl der Flüchtlinge in den Nachbarländern nach einem Bericht des UNHCR:
Land Flüchtlinge
Iran 54000
Jordanien 750000
Syrien 1.50000
Libanon 40000
Türkei 24000
Ägypten 100000
Eine große Anzahl von Flüchtlingen befindet sich im Nordirak. Der Rest ist in allen Ländern auf der Welt versprengt. Insgesamt sind etwas 2 Millionen Iraker auf der Flucht.
Seit 2003 leben sie auch in den Nachbarländern des Iraks unter unmenschlichen Bedingungen, ohne Arbeit, ein Dach über den Kopf, in verschmutzten Baracken, in nassen Zellenlöchern voller Müll, in der noch nicht einmal die Ratten leben würden. Aufgrund der Nässe, das Fehlen von sanitären Einrichtungen und des Drecks kommt es zu Krankheiten wie Allergien, Asthma, infektiösen Hautkrankheiten, …; auf dem Punkt gebracht: Diese Menschen hätten ohne ihre baldige Hilfe keine Zukunft mehr!
Die Arbeit der Sr. Hatune Stiftung in Damaskus
Zusammen mit ihren weltweiten Teams hilft das Team aus Damaskus den irakischen Kriegsflüchtlingen in dieser Situation. Lokale gemeinnützige Organisationen unterstützten die Stiftung bei dieser bestimmten Aufgabe.
Es gibt hunderte von Mädchen, welche vergewaltigt wurden und viele Frauen, die vor den Augen ihrer Männer vergewaltigt wurden von den brutalen Fanatikern. Für Sr. Hatune persönlich ist die besondere seelsorgliche und therapeutische Betreuung dieser Frauen und Mädchen sehr wichtig. Denn bei jedem Krieg sind diese Menschengruppe durch physische und psychische Gewalt am schlimmsten betroffen.
Um die irakischen Flüchtlinge in Syrien, dem Libanon, Jordanien und der Türkei zu unterstützen sammelt die Sr. Hatune Stiftung Lebensmittel und Geld von seinen zahlreichen Spendern auf der ganzen Welt, besonders aus Irland und England. In diesem Zusammenhang möchte ich besonders Wilfred Wong, Miriam Beattie aus Irland sowie Albert Michael aus London für ihre Hilfe danken.
Am 21.04.08 konnte die Sr. Hatune Stiftung zusammen mit den lokalen Organisationen in kürzester Zeit Lebensmittel an die irakischen Flüchtlingen verteilen sowie ihnen die nötige finanzielle Unterstützung, z.B. die Rente für viele Monate, gewähren.
Mein Dank gilt der unermüdlichen Arbeit des Teams aus Damaskus, welches Tag und Nacht im Einsatz war. Die gleiche Arbeit wurde auch von den Teams in Jordanien und der Türkei gemacht. Zusammen mit Sr. Hatune besuchten die Mitglieder des Teams viele Flüchtlingslager.
Wir fordern die gesamte Welt auf, diese hilflosen unschuldigen, verfolgten, missbrauchten und benutzen Flüchtlingen zu retten.
Im Irak sind Gesetz und Ordnung zusammengebrochen
Entführungen sind an der Tagesordnung. Ohne die Zahlung von Lösegeld werden diese Menschen auf bestialische Weise getötet. Viele junge Männer werden geköpft ohne einen Grund.
Gespräche mit Flüchtlingen
Wir haben mit einigen Flüchtlingen über ihre Situation gesprochen. Als Schutz sind ihre Namen geändert worden. Ich habe alle Leute, mit denen ich gesprochen haben, an einem sicheren Ort interviewt, nämlich in meiner Unterkunft.
Wie ist ihr Name?
Mein Name ist G. M.
Wie alt sind sie?
Ich bin 43 Jahre alt.
Wo kommen sie her?
Ich stamme aus Bagdad.
Seit wann sind sie auf der Flucht?
Seit dem 27. August 2007.
Was war ihr Beruf?
Ich war Hausfrau, aber mein Mann hatte ein Wein-Geschäft.
Wie groß ist ihre Familie?
Ich habe vier Kinder, drei Söhne und eine Tochter. Sie ist
Jüngste.
Erzählen sie mir über ihre Gründe, die zu der Flucht geführt haben.
Am 13. Juni 2007 haben sie meinen Ehemann entführt. Die Terroristen
riefen uns an und verlangten von uns 50000 $ Lösegeld. Wir haben ver-
sucht, die Gesamtsumme zusammenzubekommen, bekamen aber nur
7000 $ zusammen. Sie versprachen mir, meinen Ehemann trotzdem frei-
zulassen. Ich bezahlte ihnen die 7000 $, aber am 17. Juni sah ich den ent-
stellten Körper meines Ehemanns. (Er wurde trotz der Zahlung von 7000 $ brutal ermordet.)
Sie versuchten sogar meine Söhne zu entführen. Nach dem Mord an meinem Ehemann erhielten wir weitere Drohungen. Sie haben unser Weingeschäft mit Bomben zerstört und
drohten uns alle zu töten, wenn wir nicht auf der Stelle verschwinden würden, denn Ungläubige hätten hier nichts zu suchen. Seit diesem Anruf war ich nicht mehr in unserem Haus.
Am 27. August 2007 flohen wir mit einem Mietwagen nach Syrien ohne unseren Besitz.
Wussten sie etwas über Syrien zu diesem Zeitpunkt?
Nein.
Können sie sich vorstellen in den Irak zurückzugehen, wenn dort Frieden herrscht?
Nein, niemals wieder.
Wie leben sie in Syrien?
Hier bekommen wir keine Todesdrohungen, aber wir haben keine Möglichkeiten zu arbeiten. Die Kinder dürfen die Schule besuchen, aber wir können sie uns nicht leisten. Wir leben von Spenden.
Wie sieht ihrer Zukunft aus?
Ich habe keine Zukunft. Aber ich hoffe, wir können eines Tages in einem Land ein Leben in Sicherheit und mit einer friedlichen Existenz leben.
Was wünschen sie sich von uns oder von der Welt?
Zuerst, beten sie für uns. Zweitens, helfen sie uns aus dieser Hölle zu entfliehen.
Wir gaben ihnen 14000 Lire für die Schule der Tochter, für einen Monat Lebensmittel und die Miete für 6 Monate
Ein fünfjähriges Kind wird entführt und mißbraucht
Mädchen aller Altersstufen werden mehrere Stunden und Tage, ja sogar Monate lang entführt, gefesselt und dann vergewaltigt. Das passierte auch dem fünfjährigen Kind auf dem Foto. Die Entführer verlangten ein Lösegeld von 15000 $! Das Mädchen litt, wie alle anderen Mädchen auch, unter diesem seelischen, unerzählbaren Trauma und spricht seitdem kein Wort mehr! Alle Opfer wurden auf verschiedene Arten und Weisen barbarisch und sadistisch missbraucht.
Auf den Opfern wurde uriniert, sie bekamen Elektroschocks, es wurden Zigaretten auf ihren Körpern ausgedrückt, ihre Haut wurde aufgeschlitzt und mit brennbaren Chemikalien angefüllt und dann mit Benzin angezündet. Außerdem wurden ihre Geschlechtsorgane zerstört. Aus Scham und um ihre Sicherheit zu gewährleisten verdecken diese vergewaltigten Mädchen ihre Gesichter.
Auch schwangere Frauen werden vergewaltigt
Eine junge Frau, die im siebten Monat schwanger war, wurde vor den Augen ihres Ehemanns auf den Boden gerissen und geschlagen. Sie schlugen sie so lange auf den Bauch, bis das ungeborene Kind getötet wurde und sie selbst fast gestorben wäre.
Vor den Augen der Mütter töteten die Fanatiker Kinder auf die abscheulichste Weise mit höhnischem Gelächter. Noch nicht einmal ungeborene Kinder lassen sie am Leben!
Sogar die Körper als solche ließen sie nicht in Frieden, sondern sie wurden mit Sprengstoffen gefüllt, um noch mehr Verwüstungen und Zerstörungen anzurichten.
Unschuldig Gefangene
Für die Gefangenen wird lebend ein hohes Lösegeld bezahlt. Viele sind im Gefängnis, obwohl sie absolut unschuldig sind. Sie werden in den Gefängnissen vielen Qualen ausgesetzt, von denen es meistens keinen Weg zurück gibt.
Eine junge Frau sollte von ihren Nachbarn im Irak missbraucht und vergewaltigt, aber sie entkam nach Syrien. Sie kam nach Syrien, um sich zu retten. Als die Nachbarn davon hörten bezahlten sie eine höhere Summe an die syrische Polizei. Daraufhin wurde die junge Frau ins Gefängnis gebracht. Die mit ihr geflüchtete Mutter hat Geld gesammelt und damit ihre Tochter aus der Haft freigekauft. Die Mutter schickte sie anschließend nach Libanon, damit sie entgültig gerettet ist. Daraufhin wollte die Nachbarn die Frau wieder gefangen nehmen, aber sie hielt sich nicht länger im Land auf. Als Konsequenz wurden ihre Schwester, Mutter von zwei Kindern (vier und sechs Jahre alt) gefangen genommen und in irakischer Haft gequält. Sie war insgesamt 1 Jahr und 2 Monate unschuldig eingesperrt. Sie ist eine von vielen Opfern im Irak.
Ein junger Mann wird brutal ermordet
Wenn das Lösegeld nicht rechtzeitig oder gar nicht bezahlt wird werden die Menschen im schlimmsten Fall zu Tode gefoltert. Die Kinder dieser Männer sind Waisen. Und viele andere Kinder müssen auf der Straße dahinvegetieren.
Der Hunger zwingt Kinder, sich zu verkaufen
Die Schwester Hatune Stiftung sammelte Informationen mit ihren Teams in Syrien, im Libanon, in Jordanien und der Türkei, dass Mädchen und 5 % der Jungen gezwungen werden, sich zu verkaufen, um dadurch überleben zu können.
Gespräch mit einem Mädchen in Syrien
Anni, 17 Jahre alt, lebt seit einem Jahr in Syrien. Ihr Vater war vor zwei Jahren in Dora/Bagdad auf die unmenschlichste Art und Weise ermordet worden. Im Februar 2007 flohen sie aufgrund von Todesdrohungen nach Syrien. Die Schlepper erbeuteten dabei all ihren Besitz. Da ihre Geschwister immer noch Kleinkinder sind, ihre Mutter nur einen Arm hat und die Miete für die Keller-„Wohnung“ sehr hoch ist (ca. 85 € im Monat), haben wir ihr 10 Monatsmieten sowie 30 € für einen Monat Lebensmittel bezahlt. Sie haben sich vor mir niedergekniet, laut geheult und in den Himmel geblickt mit den Worten: „Gott sei gedankt, dass er uns aus dieser Hölle errettet hat."
Dies ist leider kein unglücklicher Einzelfall. Dank der Spenden aus England (London) und Irland konnten wir 30 Mädchen am 22. April 2008 und den folgenden Tagen in diesem Land helfen können.
Durch die Spende von Lebensmitteln und sonstigen Gütern konnten wir weiteren 652 Familien davor bewahren, sich verkaufen zu müssen.
Eine junge Frau im Alter von 21 Jahren, deren Vater im Iran-Irak-Krieg getötet worden ist, ist ein weiterer typischer Fall einer illegalen Flucht nach Jordanien. Illegale Flüchtlinge dürfen in Jordanien nicht arbeiten. Daher musste sie sich selbst für das tägliche Brot verkaufen. Die Sr. Hatune Stiftung gab ihr Geld für 6 Monate und Lebensmittel am 25. April 2008. Wir haben 21 Mädchen gesehen, die in derselben Lebenslage waren. Wir haben 150 Familien davor bewahrt, sich selbst verkaufen zu müssen, um zu überleben. Diese Leute haben erst gar nicht damit begonnen, diesen tragischen, unmoralischen letzten Schritt zu vollziehen.
Ein achtzehnjähriges Mädchen, dessen Vater am 4. April 2005 vor ihrer Haustür brutal ermordet wurde, lebte seit Januar 2006 unter massiven Todesdrohungen. Ihre 12 Jahre alte Schwester wurde mit der Hilfe ihrer Klassenkameraden und Lehrer aus der Hand ihrer Entführer gerettet. Wegen ihrer Angst konnte sie die Schule nicht mehr besuchen. Am 5. Januar 2006 flohen sie in die Türkei ohne ihren Besitz, da die Schlepper ihnen alles gestohlen hatten. Die Flüchtlinge dürfen in der Türkei nicht arbeiten. Daher half die Stiftung ihnen und noch weiteren 18 Mädchen, welche ein ähnliches Schicksal hatten.
Die Schwester Hatune Stiftung hilft allen Menschen ohne religiöse Unterschiede zu machen.
Weitere Informationen:
Kontakt: Schwester Hatune Dogan
Mobil: 0179 666 4396
E-Mail: india_charity@hotmail.de
Website: www.sisterhatunefoundation.com


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