Sr. Hatune hat am 20.05.09 die thailändischen Schwestern in Bangkok getroffen, die sich um die Lepra-Patienten kümmern. Sie konnte sich
nicht vorstellen, dass in einem äußerlich so reichen Land es immer noch so viele Lepra Kranke gibt.
Bild: Nr. imga0254 Sr. Hatune mit Lepra-Patient in Thailand
Da sie auf dieser Reise nur einen kurzen Stop machen konnte, will Sr. Hatune diese Lepra-Patienten - die ersten, den sie jemals gesehen hatte - im Oktober für eine längere Zeit noch einmal wiedersehen. Obwohl sie über diese Kranken schon seit vielen Jahren weiß, war der Anblick dieser geschundenen Menschen zu erst ein Schock für sie. Gleichzeit war es aber auch eine Ermutigung, hier in Thailand ein neues Projekt und ein neues Team zu gründen, dass sich um die Leprakranken kümmert. Nach dem dieSchwestern mir die Lage über die Rehabilitationscenter in Thailand geschildert haben, konnte ich 1.300 € spenden. Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen Spendern bedanken und ich hoffe, dass bis zu meinem nächsten Besuch in Thailand eine ähnlich große Summe zusammenkommt. Ich fordere alle auf, die diesen Bericht lesen, ihren Beitrag zu leisten für die Hilfe der Leprakranken in Thailand. Die Sponsoren sind auch eingelanden, die Arbeit in Thailand direkt und aktiv zu unterstützen. Grundlage dieser unserer Arbeit ist das Jesus-Wort aus Mt. 25,35:
"Was ihr dem geringsten meiner Brüder tut, dass habt ihr mir getan."
Daraus ergibt sich unser Slogan "caring - sharing - teaching and loving", was unseren Grundwert einer kümmernden, helfenden und lehrenden Nächstenliebe wiederspiegelt.
Deutlich wird diese Hilfe auch in Lk 5,12, wo Jesus einen Leprakranken heilt, der sich Hilfe suchend an ihn wendet.
Am 21.05.09 flog Sr. Hatune nach Nepal. Dort traf sie David Salomom und seine Frau Sarama. Er ist der Generaldirektor von Emirates Airlines und der Vereinsvorsitzende unserer Stiftung in Dubai. Mit ihnen zusammen besuchte ich die Kindertagesstätte für die Kinder, deren Eltern auf dem Feld arbeiten müssen oder an Lepra erkrankt sind. Unsere Stiftung versucht, diesen Kindern kostenlos eine normale Erziehung und Bildung zu geben.
IMGA 0087: Kinder und D. Salomon
Sonst müssten die Eltern die Kinder während der Arbeit auf den Rücken binden. Unsere Kinder erhalten nicht nur Bildung, sondern sie werden auch medizinisch, hygienisch und mit Lebensmitteln sowie Kleidung versorgt. Sr. Hatune und ihr Team sorgt sich in Nepal seelsorgerisch um die Kinder und ihre Eltern. Vorher haben sie an schwarze Magie geglaubt, aber heute glauben die Eltern an Gott und die Wirksamkeit von Medizin.
IMGA 0088: Die Lehrerinnen und D. Salomon
Am nächsten Tag haben wir Dörfer in höheren Regionen besucht, wo die Menschen in katastrophalen Verhältnissen leben müssen. Sie haben dort keine Möglichkeit, an Trinkwasser zu kommen. Es gibt dort keinen Strom und auch keine sanitären Einrichtungen. Die Häuser sind aus Lehm und haben keine Heizung. Daher leben die Menschen mit ihren Tieren zusammen, um ihre Wärme zu erhalten.
IMGA 0102: Dorfleben mit Brunnen
Die Menschen in diesen Dörfern ernähren sich hauptsächlich von getrockneten Mais, da es derzeit dort eine Dürreperiode gibt.
IMGA 109: Getrockneter Mais
Am Rande von Kathmandu unterhält die Stiftung eine Sonntagsschule.
IMGA 0116: Kinder in der Sonntagsschule
Dort werden die christlichen Kinder im Glauben unterrichtet.
Mitten in Kathmandu an einem verdreckten Fluss liegt ein Slumdorf, wo 350 Familien unter zeltartigen Plastikzelten leben müssen. Der Boden ist matschig und stinkig.
IMGA 0139: Sr. Hatune segnet ein Kind im Slum
Diese Menschen haben keine Möglichkeit, Bildung zu erwerben. Sie haben auch kaum Kleidung, kein Trinkwasser, keinen Strom. Für diesen Slum plant die Sr. Hatune-Stiftung, Kleider zu sammeln und einen oder mehrere Trinkwasserbrunnen zu bauen. Wenn möglich will die Stiftung dort Steinhäuser bauen. Mit dem Leiter des Slums hat Sr. Hatune vereinbart, dass monatlich jede Familie einen Grundnahrungssack erhält. Jeder Sack kostet 5 €. Wenn sie diesen Text lesen wäre es schön, eine Partnerschaft für diese Familien zu ermöglichen, damit sie einen solchen Nahrungssack erhalten können.
Unsere Grundlage und tägliche Motivation bei unserer Arbeit in diesem Slam ist ein Jesuswort aus dem Matthäusevangelium: "Ich war hungrig und ihr habt ihr zu essen gegeben." (Mt 25,35 ff.)
IMGA 1023: Der Slum bei Kathmandu
Für die Lepra-Kranken besorgte die Stiftung mehrere Kartons mit Medikamenten.
IMGA 0200: Medikamente für Lepra-Kranke
IMGA 047: Gruppenbild der Lepra-Kranken mit Rajkomar
Es gibt in Nepal tausende Lepra-Kranke, die ihre Füße, Hände, Nasen oder Ohren verloren haben. Sr. Hatunes Team besuchte in jedem Dorf 125 Familien, die jeweils ca. zu 95 % von Lepra betroffen waren. In diesen Dörfern gibt es keinen Straßenzugang, meine Mitarbeiter mussten teilweise 8 Stunden auf einem Pferd reiten, um zu diesen Dörfern zu gelangen. Es gibt auch Dörfer, die betroffen sind und mit Jeeps zu erreichen sind, aber nicht mit normalen Autos. Sr. Hatune besuchte persönlich so ein Dorf am Rande des Himalayas, wo sie auf einer Lehmpiste jeden Moment Angst hatte, in eine Schlucht abzustürzen. Nach diesen Erfahrungen plant Sr. Hatune eine Gruppe aus dem Team heraus zu gründen, welche die Dorfbewohner dazu ermuntert, der schwarzen Magie zu entsagen und zu einem Glauben an die Medizin und Gott zu gelangen. Dazu brauchen wir ihre finanzielle Unterstützung, damit diese Menschen nicht in Vergessenheit geraten.
IMGA 0267: Füße eines Lepra-Kranken
IMGA 0227: Hände eines Lepra-Kranken
In dieser abgelegenen Gegend hat sich in den letzten Jahren
ein Lepra-Dorf entwickelt. Dort leben 150 Familien, welche zu 90 % von Lepra betroffen sind. Verschiedene gemeinnützige Organisationen unterstützen diese Familien, indem sie wöchentlich zweimal von Krankenschwestern ihre Wunden gesäubert bekommen und die Lepra-Kranken gewickelt werden. Pro Tag wickeln die Krankenschwestern jeweils 32 Kranke, wöchentlich zweimal. Die Stiftung unterstützt sie bei ihrer Arbeit mit Wickelmaterial und Medizin.
IMGA 0237: Eine Krankenschwester wickelt einen Lepra-Kranken
Für weitere Informationen steht Sr. Hatune jederzeit zur Verfügung oder schauen sie sich die Bilder und Videoclips im Medienarchiv an.
Wir als Christen haben die Aufgaben, diesen Ärmsten der Armen in ihrer Not bei zu stehen, um ihnen durch unsere selbstlose Arbeit ein einigermaßen menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
Die Sr. Hatune-Stiftung versucht diesem Auftrag so weit wie möglich gerecht zu werden.


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