Spendenkonto Deutschland

Helfende Hände für die Armen e.V.
Sparkasse Paderborn
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Sonntag, 05.09.2010
Überblick über die dramatischen Lebensverhältnisse der Menschen in Ägypten
01.08.2009

Am 01.08.09 ist Sr. Hatune zusammen mit ihrer Freundin Samira Aksuzak aus Holland nach Ägypten geflogen. Wir wollten uns einen persönlichen Eindruck über die dortigen Lebensverhältnisse der Menschen verschaffen und dann vor Ort zu helfen. Mit vielen Koffern, die mit T-Shirts, Kleidern, Handschuhen, Medizin, … gefüllt waren, sind wir in Kairo angekommen. Im Müllviertel El Mukkatam, welches ich schon Ende März besucht hatte, wurden sämtliche Schweine geschlachtet. Diese wichtige Nahrungsgrundlage und Proteinspender fehlt den Christen nun, ihnen bleiben nur noch die wenigen Ziegen.

Die Christen in Ägypten sind zu 50 % Analphabeten, 70 % der Bevölkerung Ägyptens lebt unter der Armutsgrenze. In Oberägypten haben wir über 300 Familien besucht. Diese Menschen leben schlechter als die Tiere bei uns. Auf engstem Raum leben große Familien auf dem Boden. Wir dachten, dass in Indien oder Nepal Armut und Schmutz ist, aber was wir in Ägypten in den Dörfern gesehen haben übersteigt unser Vorstellungsvermögen. Es fällt mir schwer, die aussichtslose Lage der Menschen dort in Worte zu fassen.

Die 12 Millionen koptischen Christen werden systematisch von den fanatischen Militanten unterdrückt, weil dort die Scharia praktisch angewendet wird, obwohl Ägypten faktisch eine Demokratie ist. Weitere Informationen darüber finden sie auf der deutschen Homepage der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte
e. V. : www.igfm.de

In Oberägypten wurde ein Privathaus geweiht. Die Besitzer wurden dafür ins Gefängnis geworfen, weil die örtlichen Behörden glaubten, es handele sich bei dem Haus um eine Kirche. Im Gegensatz zu den Muslimen ist es für die Christen fast unmöglich, neue Kirchen zu bauen. Aus „Sicherheitsgründen“ dürfen die Christen auf ihrem eigenen Grund und Boden keine Häuser bauen. Auch dürfen baufällige Kirchen fast nie renoviert werden, sondern sie verfallen bewusst. Obwohl die koptischen Christen die Urbevölkerung Ägyptens darstellen und die direkten Nachfahren der Pharaonen sind, werden sie daran gehindert, sich zu ihrem Glauben zu bekennen und ihren Gott anzubeten. Vor den Kirchen stehen Polizeitruppen, um die Kirchen und die Touristen vor Terroranschlägen zu bewachen. Gleichzeitig benachrichtigen diese „Schutztruppen“ aber die Fanatiker, wenn es dort zu unzulässigen Aktivitäten kommt. Sie sind also Beschützer und Verräter in einer Person.

Im Nahen Osten stellt die Gruppe der koptischen Christen in Ägypten die größte christliche Minderheit dar. Dieses ist der muslimischen Mehrheit ein Dorn im Auge und daher wird dort mit der Zwangsislamisierung begonnen. Die christlichen Mädchen werden entführt. Dann wird ihnen eine Niere aus dem Körper operiert und in andere arabische Ländern für sehr viel Geld weiterverkauft. Oftmals werden sie auch missbraucht und trauen sich nicht mehr in ihre Dörfer zurück. Die Christen dort genießen keinerlei behördlichen Schutz. Ihre Dörfer und Kirchen werden häufig verbrannt und ausgeplündert. Die Ärzte bekommen eine Prämie, damit sie alle Mädchen beschneiden.

Unsere Stiftung gründet in jedem Land örtliche Teams, die sich mit der Lage vor Ort auskennen, um die Ärmsten der Armen zu erreichen. Dabei machen sie keinen Unterschied nach Religion, Kultur oder Rasse. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auch auf der Hilfe der unterdrückten Menschen.

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Helfende Hände für die Armen in Kairo (El Mukkatam) und in Oberägpyten

Ich bin dankbar für die ehrenamtliche Arbeit der Team und dass sie ihre Zeit, Mühen und ihr Leben riskieren im Dienst an den ärmsten Menschen.

Im El Mukkatam hat auch der dort arbeitende Pfarrer wie 90 % der Bevölkerung eine Virus-Infektion, verursacht durch die ständige Arbeit mit den Massen an Müll.

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Wir haben im Müllviertel El Mukkatam viele Familien persönlich besucht und ihnen Kleider und eine geringe finanzielle Unterstützung eigenhändig verteilt. Es gibt in diesem Land aber sehr viele arme Menschen; allein in El Mukkatam leben 60000 Menschen. Ich habe mich mit einem 18jährigen Mädchen unterhalten, die glücklich ist, überhaupt am Leben zu sein, auch wenn sie für ihren Lebensunterhalt mit bloßen Händen im Müll wühlen muss. Unsere Stiftung versucht für diese Menschen Arbeitshandschuhe zu besorgen, die unser Team vor Ort verteilt und den Menschen hilft, diese zu benutzen. Diese Handschuhe sollen die Bevölkerung vor der Infizierung mit Virus-Krankheiten schützen. Allein diese Handschule werden 125 000 € kosten. Am 13.08. war ich in El Mukkatam und habe in der Klinik die Schreie von weinenden Frauen gehört. Der behandelnde Arzt sagte mir, dass ein 7jähriger Junge aufgrund einer Virus-Infektion gestorben war. Sein Körper war zu geschwächt und hatte zu wenige Abwehrkräfte gebildet, um ihn vor dieser Krankheit zu beschützen. Auch ich habe nach einer halben Stunde einen Hautausschlag an beiden Unterarmen bekommen.

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Wir haben die Familien in Oberägypten in ihren Häusern besucht. Sie haben sich alle sehr über unseren Besuch gefreut. Von den 300 Familien, die wir besucht haben konnten wir nur in einem Haus frei atmen, da alle anderen Familien zusammen mit ihren Tieren auf engstem Raum leben mussten und der Gestank daher fast nicht zum Aushalten war. Dieses eine Haus war auch das einzige, was mit Steinen erbaut wurde; die anderen bestanden aus Lehm, Staub und Dreck.

Diese Menschen in El Mukkatam und in Oberägypten brauchen dringend Bildung und eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse. Außerdem muss ihnen die Freiheit gewährt werden, sich zu ihrem christlichen Glauben zu bekennen und nicht ständig in Angst zu leben, von militanten Fanatikern verfolgt zu werden. Jeder Mensch hat ein Recht auf Freiheit. Ich bitte die UNO und auch die ägyptische Regierung, sich dieser Menschen anzunehmen, denn mit Gewalt und Hass macht man Gott keine Freude. Gott allein ist die Freiheit, die Liebe und die Hoffnung für alle Kreaturen auf der Welt.

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Die Sr. Hatune Stiftung hat in El Mukkatam und in Oberägypten mehrere tausend T-Shirts an nackte Kinder verteilt. Für die Spende der T-Shirts möchte ich der syrisch-orthodoxen Gemeinde in Aschaffenburg danken.

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Die Stiftung hat für ein Waisenhaus in Oberägypten eine Waschmaschine und eine Tiefkühltruhe gekauft. Auf dem rechten Bild werden diese gerade vom LKW abgeladen. Die Waisenkinder bekamen auch noch T-Shirts. Die Leiter des Waisenhauses waren so überrascht, dass sie sprachlos waren, wie schnell sie eine Waschmaschine und eine Tiefkühltruhe bekommen haben.

Ich bedanke mich bei allen, die sich an diesen Spenden beteiligt haben. Im Namen dieser Ärmsten der Armen bedanken sich Sr. Hatune und Samira und sagen ein herzliches „Vergelt`s Gott“! Gleichzeitig bitte ich sie, uns in Ägypten auch weiterhin finanziell zu unterstützen, damit die Menschen im Müllviertel El Mukkatam alle mit Handschuhen versorgt werden können.




Weitere Informationen finden sie auf unserer Homepage